Sonntag, 7. Mai 2017

Mal wieder was neues !


Es ist ja schon einige Zeit her, dass ich hier etwas über den ZOE geschrieben habe. In der Vergangenheit ist einfach nichts spannendes passiert ( was mit dem Auto zu tun hätte ). Nun stand nach drei Jahren aber eine Inspektion und der erste TüV-Termin an.

Die Inspektion verlief ( wie die vorhergegangenen ) sehr unspektakulär. Es wurden keine Mängel gefunden, dennoch wurde die 12 Volt Batterie nach Inspektionsplan gewechselt. Warum auch immer. Der Werkstattmensch wollte den TüV dann gleich mitmachen, welches ich ablehne. Für dieses Leistung wollte die Werkstatt ca. 25 Euro mehr haben, als die Abnahme in Eigenregie kosten würde. Den Spaß wollte ich lieber selber machen.

Ein Termin beim TüV in meiner Stadt war schnell gefunden, da dort meist nicht so viel los ist. Der freundliche Prüfer hat mich empfangen und wir sind zum ZOE gegangen. Es wurde der Analysestecker angestöpselt und irgendwas ausgelesen. Mit Abgasen hatte das jedenfalls nichts zu tun und der Vorgang dauerte keine zwei Sekunden.

Nun ging es in die Halle. Hier stand die Prüfung der Lichtanlage und der Bremen auf dem Rollenprüfstand an. Hier keine Beanstandungen. Weiter zur Hebebühne. Von unten kann man beim ZOE nicht viel sehen, alles verkleidet. Der Prüfer ruckelte ein bisschen an den Rädern herum und guckte auf die Bremsbeläge. Erstaunt stellte er fest, dass die wie neu aussahen. Zum Abschluss zuppelte er noch ein bisschen an den Kabeln im Motorraum herum, um dieses auf festen Sitz zu prüfen. Ich habe gehofft dass er da weiß was er tut, damit er nicht am falschen Kabel zieht. Die dicken Gleichstromkabel hat er netterweise nicht angefasst.

Da er nun nichts mehr prüfen konnte beendete er sein Werk und klebte mit den Worten, dass vielleicht ein Wechsel der Vorderreifen in nächster Zeit fällig ist, die neue Plakette auf.

53 Euro hat der Spaß gekostet und ca. 8 Minuten gedauert. Gut dass ich auf den Kaffee der freundlichen Dame am Empfang verzichtet habe, wäre vermutlich nichtmal in der Prüfzeit fertig geworden.

Bis jetzt, nach dem zweiten Winter, bin ich immer noch sehr zufrieden mit dem ZOE. Es gibt zwar hier und da einige Einschränkungen, die nehme ich aber gerne in Kauf. Das Ding macht einfach Spaß.


Gruß Stefan…..


Samstag, 23. April 2016

Neuer Motor, neues Glück !

So, nun hat es auch meine Zoe erwischt. Der Motor machte schon seit einiger Zeit schleifende leise Geräusche, die immer lauter wurden. Also bin ich zur Werkstatt getuckert (man konnte die Zoe nun deutlich hören, selbst ohne Fußgängerhupe) und habe sie dem Werkstattmenschen vorgeführt. Trotz einiger negativer Berichte im Forum musste ich nicht lange reden, die Zoe blieb da, ein kostenloser Mietwagen wurde ausgehändigt und ich wurde mit den Worten „Wir melden uns, wenn alles fertig ist“ nach Hause geschickt.

Nach einer Woche und einem Tag Verbrenner fahren (wiedermal ein unsäglicher Rückschritt in vergangene Tage, obwohl es ein neuer Wagen war) meldete sich das Autohaus und ich konnte die Zoe mit neuem Motor abholen. Was für eine herrliche Rückfahrt. Komischer Weise wurde der Motor schneller geliefert und eingebaut als das abgeblätterte Renault Logo, welches immer noch nicht da war. Vielleicht wird es irgendwo in Handarbeit foliert und reist noch um die halbe Erdkugel, naja die Zoe fährt auch so.

Das Auto ist wieder leise und das Gefühl die Zoe könnte jeden Moment stehen bleiben ist verschwunden. Auch diesmal hat die Werkstatt gute Arbeit geleistet und den Mangel ohne Murren schnell beseitigt. In den Foren konnte ich da andere Berichte lesen, die wesentlich nerviger gewesen sein müssten.

An den Ladesäulen der EWE in meinem Gebiet hat sich bis heute noch heute bezahlmäßig nichts getan. Es sollten seit dem 01.04.2016 die neuen Tarife aus dem vorangegangenen Post gelten. Der Termin wurde auf dem 01.05.2016 verschoben. Allerdings wurde in meiner Stadt überraschend eine Säule der EWE eingeweiht, die relativ zentral auf dem Gelände des Autohauses Reimann liegt. Es tut sich was und das ist gut.

Weniger gut war meine frischeste Feststellung bei einem Ladeversuch in Oldenburg an einer EWE Säule. Diese war mit zwei Fahrzeugen der eigene Flotte zugeparkt. Die Fahrzeuge luden nicht, kein Kabel war eingesteckt, die standen nur so auf den Ladeplätzen (natürlich außerhalb der Bürozeiten). Nicht das auf dem Parkplatz kein Platz gewesen wäre, er war ansonsten leer. Ich konnte unter Ausnutzung der gesamten Ladekabellänge trotzdem Laden, wäre aber sehr ärgerlich gewesen wenn ich die Ladung per Flat-Rate bezahlt hätte und ich sonst nur mit Umständen weiter gekommen wäre.

Kundenfreundlich ist anders und das muss die EWE wohl noch lernen. In einem Forum habe ich erfahren, dass der oben beschriebene Zustand an der Ladestation wohl ein Dauerzustand sei und E-Mails an die Geschäftsleitung keine Besserung hervorgebracht haben.

Was solls, elektrischen Fahren macht trotzdem irrsinnig viel Spaß und man erlebt immer wieder etwas neues.

Bis dann, Stefan............

Donnerstag, 24. März 2016

2016

Langsam bröckelt das elektrische Renault-Zeichen am Heck meiner Zoe. Scheinbar ist es ein Symbol für die Elektromobilität in den letzten Tagen. Aber aber was soll´s. Das gibt es auf Garantie wieder neu.




Was ist seit dem letzten Eintrag passiert:

Zoe hat sich gut geschlagen und ist mühelos über den Winter in der norddeutschen Tiefebene gerollt. Die Reichweiten mit vollem Akku sanken bei Minustemperaturen teilweise auf 100 Km. Dieses war zum Einen der Heizung geschuldet, zum Anderen der Akku unfreundlichen Temperatur.
Angenehm war es jedoch, dass unmittelbar nach dem Starten warme Luft den Wagen durchströmte. Ganz im Gegensatz zum Familiendiesel, der eine gefühlte Ewigkeit für seine Betriebstemperatur brauchte. Für den Stadtverkehr ist das E-Mobil absolut unschlagbar, auch im Winter.

Vor ein paar Tagen stellte mir mein Telefon beim Laden an einer EWE-Säule ein unschöne Email zu. Zusammengefasst hieß es in dieser, dass das Laden an den EWE-Säulen ab April kostenpflichtig wird. Es war ja absehbar das es auf Dauer nichts geschenkt gibt, doch was die Damen und Herren sich bei der EWE so ausgedacht haben finde ich gelinde gesagt bedenklich.
Für die Nutzung der Säulen soll ich pro Monat 60 Euro überweisen. Bei einem Jahresvertrag werden für mich 240 Euro fällig. Alternativ soll es eine Möglichkeit geben per SMS zu zahlen, dann werden pro Stunde 3,90 Euro fällig.
Bei den Preisen kommt für mich die EWE-Karte mit ihren wenigen Ladesäulen so etwas von gar nicht in Frage. In meiner Stadt gibt es nicht mal eine Säule (obwohl Kerngebiet dieses Anbieters) und die nächsten Säulen benutze ich vielleicht 10 mal pro Jahr. Somit könnte ich für mich die Nutzung per SMS vorstellen, wenn es funktioniert.
Allerdings frage ich mich wieso die EWE nicht nach geladenen KW/h abrechnet ? Ist ja schließlich ein Stromversorger.
Für mein Auto, welches an einer 22KW Säule auch theoretisch 22 KW/h saugen kann, kommt ein relativ günstiger Strompreis heraus. Aber auch nur, wenn der Akku sehr leer ist. Wenn nicht ist für mich eine Stunde viel zu lang und macht das Aufladen mal zwischendurch sehr teuer. Wenn andere E-Mobile den Service nutzen wollen (z.B. ein e-Golf) bezahlen sie auch 3,90 Euro, können aber in der Stunde nur 3,7 KW/h beziehen. Das ist ein fürstlich bezahlter Strompreis. Also warum nicht nach entnommener Menge abrechnen, wie es auch in der freien Wirtschaft angewandt wird. Nur weil ich einen größeren Einkaufswagen im Supermarkt habe und mehr Waren in kürzerer Zeit hineinpacken kann, werden die ja schließlich nicht billiger, als wenn ich sie einzeln zur Kasse trage.
Ich beklage mich nicht über darüber den Strom zu bezahlen, ich beklage mich darüber den Strom nicht in der Menge bezahlen zu können, wie ich ihn auch beziehe.

Und der Kartenwahnsinn. Es müsste doch möglich sein ein Bezahlsystem zu etablieren, welches in der Lage ist mit jeder Säule auf der Welt klarzukommen. Beim Verbrenner muss ich ja auch nicht für jede Tankstelle eine eigene Karte kaufen, für die Möglichkeit dort zu tanken. Ob ich es auch wirklich mache ist dabei irrelevant. Ich tanke schließlich eine bestimmte Menge und bezahle sie einfach. Egal wo und egal wie viel auf den Liter bezogen gerechnet. Kann nicht so schwer sein.

In einigen Foren wurde einmal ausgerechnet was der E-Mobilfahrer so anlegen müsste um in Deutschland alle Säulen benutzen zu dürfen. Die Summe war jenseits von gut und böse und in etwa zwei Tesla S wert. Das ist nicht unbedingt ein Kaufgrund zum Thema E-Mobilität.
Aber vielleicht tue ich auch der EWE Unrecht und die Ladekarte für 240 Flocken deckt ein riesiges Roaming-Gebiet ab. Außerdem funktionieren alle Säulen zuverlässig und werden nicht mehr zugeparkt oder von hauseigenen PKW dauerbesetzt.
Eventuell ist aber auch nur die Förderung vom Bund/Land abgelaufen und man möchte sich mit einem sehr ungünstigen Angebot an die Nutzer aus der unwirtschaftlichen Sparte verabschieden. Schließlich gibt es dann keine Kunden mehr, die die Karte geordert haben und man kann die verbleibenden Säulen verschrotten. So spart man viel Geld auf einem Markt der scheinbar nichts abwirft.

Zum Schluss noch was erfreuliches. Die zweite Inspektion war fällig und diese hat mit Ersatzwagen und Volladen unter 100 Euro gekostet. Das abblätternde Renault-Zeichen am Heck wird bestellt und auf Garantie ersetzt.


Mal sehen wie es im April mit der EWE wird, bin gespannt ob die dann noch Kunden haben…. Bis dann……

Sonntag, 12. April 2015

Inspektion, Armaturenbrett und Testfahrt...

So, ein Jahr ist rum und die Inspektion stand an. Im Zoe leuchtete schon seit einigen Tagen die Inspektionsleuchte, die aber auch so was von hell ist, dass man sie einfach nicht ignorieren kann. Vor wies nur ein kleines Fenster auf die ausstehende Inspektion hin, welches nach einigen Sekunden verschwand. Da eine Inspektion für den Zoe bei einem ZE-Händler vorgenommen werden muss, fuhr ich dort hin und machte einen Termin. Weiter sollte das helle Armaturenbrett in ein schwarzes getauscht werden. Zum Schluss gab ich noch an, da ich sowieso schon mal da war, dass sich der Wagen nur manchmal mit dem Server in Verbindung setzt und wenn er es dann schafft, diese Verbindung ca. 20 Sekunden hält, ehe sie wieder getrennt wird. Für den Termin, der zwei Tage dauern sollte bekam ich von Haus aus einen Zoe als Leihwagen, ohne dafür bezahlen zu müssen.
Einige Tage später klingelte nochmal mein Telefon, der freundliche Renaulthändler war dran und fragte nach, ob ich das mit dem Armaturenbrett wirklich gemacht haben wollte, da so ein Austausch doch etwas Geld kosten würde. Etwas irritiert gab ich an, dass das Armaturenbrett bitte schön auf Kulanz getauscht wird, da ich mich nun offiziell bei ihm über die Spiegelungen in der Frontscheibe beschwere. Dies waren wohl die Zauberworte für den Tausch. Die Dame am Empfang bei der Terminvergabe hatte wohl nicht vermerkt, dass es eine Reklamation war.

Am Tag des Termins gab ich den Zoe ab und bekam den Leihzoe in die Hand gedrückt. Die aushändigende Dame wollte mir noch die Eigenarten des Elektromobils erklären, sah aber ein, dass es keinen Sinn machte, da ich ja das gleiche Modell abgegeben hatte. Was die Verbindung zum Server betrifft, gab es keine Verbindungsabbrüche im Leihzoe, so dass es sich bei mir um einen Fehler handeln muss.

Zwei Tage später konnte ich meinen Zoe wieder abholen. Die Inspektion (knapp 100 Euro) war gemacht und das Armaturenbrett kostenlos getauscht. Nur mit dem Problem der Verbindungsabbrüche war man noch nicht so richtig weiter gekommen. Das soll bei einem weiteren Termin in zwei Wochen behoben werden (mal sehen). 


 Schön sieht das neue Armaturenbrett aus und es wurde auch sehr gut eingebaut. Ob es jetzt weniger spiegelt als vorher liegt doch sehr im Auge des Betrachters. Ich muss dabei anmerken, dass es mich in der Vergangenheit nicht in dem Maße gestört hatte, wie es in den Foren diskutiert wurde. Ein Nogo für den Zoe ist es für mich nicht. Hätte ich die Einträge nicht gelesen, wäre es mir nicht so doll aufgefallen. Doch wenn es einem bekannt ist, stört es auf einmal tierisch.

Was soll ich schreiben ? Es spiegelt (vielleicht) jetzt weniger, was aber für mich wichtiger ist, es sieht wesentlich besser aus. Das Spiegeln ist vermutlich eher der Neigung der Frontscheibe geschuldet, als der Beschaffenheit des Armaturenbrettes. Heutige Autos spiegeln mehr oder weniger alle, wenn die Frontscheibe schräg genug ist.

Da ich am Samstag etwas Zeit hatte, wollte ich einen Schnellader in Bruchhaussen-Vilsen testen. Dieser war am Samstagmorgen schnell erreicht und nach 20 Minuten war der Zoe wieder voll. Ich entschloss mich noch etwas weiter in Richtung Harz zu fahren, um auch mal eine Bergtour zu machen. Bei sehr schönem Wetter gings nun in die Berge. In Elze wurde nochmal nachgeladen (bei einem Kaffee im einzigen Café) und weiter zum Zielort Clausthal-Zellerdfeld, wo noch Reste des Winters (bei 20 Grad) herumlagen.

Hier gab es auch eine neue Ladestation, direkt auf einem neugestalteten Platz vor der technischen Universität. Die Innenstadt lag fußläufig nur ein Paar Meter davon entfernt. Auch hier genoss ich meinen Kaffee und freute mich über dass noch schöne Wetter. Wieder an der Ladestation traf ich auf einen interessierten Menschen, der kurz über die Vor- und Nachteile des Elektromobils aufgeklärt wurde.
Wieder in Richtung des Flachlandes kam ein weiterer Vorteil des Elektromobils sehr zum tragen. Der Akku wurde nicht leerer. Unten angekommen, war dieser genau so voll wie oben. Schöne Sache.


In Hannover-Lagenhagen, vor dem dortigen Rathaus, lud ich nochmal zwischen (ca. 45 Minuten) und düste weiter hinter einem LKW in Richtung Heimat.

Nach einem erquickenden Tag mit fast 500 Kilometern Strecke kam ich wieder zuhause an. Wie schon bei meinen anderen Ausflügen hat mich die verbrauchte Energie nichts außer Wartezeit und zwei Kaffee gekostet. Auch das Erlebnis mit den „Bergen“ hat sehr viel Spaß gemacht, weil man mit dem Zoe diese doch sehr flott besteigen kann. Herunter ist ein Erlebnis, da sich der Akku durch praktisch Nichtstun wieder auflädt.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Winter !

Mal wieder Winter !

So, nun ist schon einige Zeit in Land gestrichen. Mein Elektromobil läuft wie es soll und es gab noch keine (bis auf das immer mal wieder nicht so funktionierende R-Link) technischen Probleme. Die Reichweite bis zum Wintereinbruch, welcher in meiner Region relativ ist (Temperaturen um die 0-Grad und Nieselregen), betrug so um die 150-160 Kilometer. Nun, im Winter, sank die Reichweite rapide bis auf 110 – 120 Kilometer. Die Heizung und schlechtere Straßenverhältnisse fordern ihren Tribut. Der Verbrauch steigt auf ca. 18 – 20 KW/h pro 100 Kilometer.

Wiedermal begeistert bin ich übrigens von der stromfressenden Heizung meines E-Mobils, da nach dem Verlassen meiner Einfahrt, ca. 20 Meter, schon sehr warme Luft bietet. Der Innenraum ist so nach zwei bis drei Minuten angenehm temperiert. Auch die über die Fernbedienung schaltbare „Standheizung“ versüßt mir einen mit Sauwetter gefüllten Arbeitstag. Natürlich nur, wenn noch ausreichend Energie in der Batterie vorhanden ist.

Leider verlängern sich im Vergleich zum Sommer auch die Ladezeiten an den Stromsäulen, da sich der Akku bei kaltem Wetter nicht so fluffig befüllt, wie an warmen Tagen. Eine längere Wartezeit oder gewonnene Zeit zum Bummeln kommt hinzu. Zur Not sitze ich halt im warmen Auto und warte, da die Standheizung beim Laden über die Stromsäule versorgt wird.

Wie in den letzten Monaten versuche ich so oft wie möglich öffentlich zu laden. In Bremen und Oldenburg ist dieses überhaupt kein Problem. In meiner kleinen Stadt schon eher. Hier gibt es immer noch nur eine richtig öffentliche Station. Somit fahre ich so oft wie nie zuvor in diese Städte, um meine Einkäufe zu tätigen. Die Energiekosten bleiben so auf einem erfreulich geringen Niveau und erfüllen mich mit Heiterkeit.

Das Fahren als solches ist immer noch ein tolles Erlebnis. Vor allem, wenn man auch noch Verbrenner fahren darf (muss). Wenn es nicht aus irgendwelchen Gründen notwendig sein sollte, würde ich mein Elektromobil (oder ein Anderes) nicht mehr eintauschen.

In einer Nachbargemeinde wurde sogar bei der Modernisierung eines Verbrauchermarktes auf Parkplätze für klimafreundliche PKW geachtet, die direkt vor dem Markt platziert sind (es ziemlich genau zwei Stück mit Schild). Hier dürfen Gas-, Hybrid- oder Elektroautos stehen. Da wir uns aber auf dem Land befinden, werden diese natürlich nicht nach ihrer Bestimmung genutzt, sondern so wie ein normaler Parkplatz in bester Lage zum Markt. Aber vielleicht sind ja auch ein alter Volvo, Ford, DB, Opel oder so nachhaltige Fahrzeuge, da schon lange abbezahlt. Allerdings habe ich hier auch noch kein zweites Elektromobil oder Hybridfahrzeug gesehen.
Bedauerlicherweise ist natürlich keine Ladestation vorhanden. Zur Eröffnung dachte ich noch diese sei noch nicht fertig und kommt noch, aber inzwischen, nach einem halben Jahr, habe ich die Hoffnung auf eine Station verloren. Naja, wenigstens gibt es für mich manchmal dort einen Parkplatz vor dem Markt.

Fazit:

Auch nach einem ¾ Jahr bin ich noch begeisterter Elektrofahrer und habe keine gravierenden Einschränkungen in meinem Fortbewegungsdrang gespürt. In ein paar Monaten steht die Jahresinspektion an und hier werde ich das helle Armaturenbrett auf Kulanz gegen ein dunkles tauschen lassen. Ich bin gespannt, ob das bei Renault in Bremen ohne Probleme über die Bühne geht.

Montag, 25. August 2014

Badetag !

Nein, nicht für mich, sondern für den Hund.

Gestern habe ich mich kurzerhand entschlossen an die Nordsee zu fahren und den Hund etwas zu Wässern. Das Wetter (13 Grad, Hochsommer, trotzdem sonnig) war in meiner Stadt gut und so wurde der Hund ins Auto verfrachtet und los gings.


Ein kurzer Blick in Internet zur Ladesituation im Norden verhieß allerdings nichts Gutes. Mein Ziel sollte Schillig sein, (dort gibt es einen Strand ohne Hundenörgler) leider weit entfernt jeglichen Schnellladesäulen. Es gibt EWE-Säulen in Varel und Bockhorn. Von hier sind es dann ca. noch 40 Km bis Schillig. Da die Gesamtstrecke ca. 105 Km betragen soll, entschloss ich mich einen kurzen Stopp in Varel auf dem Hinweg und nochmals einen Stopp auf dem Rückweg in Bockhorn zu machen.

Auf gings. Die Route ins Navi gehackt, den Hund verpackt, einiges an Gedöns für den Hund ins Auto und voll geladen los.

Als Routenoption hatte ich das Öko-Route Profil eingestellt und los. Leider war hinter Berne die B 437 wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Diese Straße stellte ich im Navi als gesperrter Bereich ein und nun führte mich das Navi durch Straßen, auf denen mir keiner entgegen kommen durfte und durch schöne Wälder und teilweise sehr bedenkliche Feldwege. Die Fahrtzeit wuchs natürlich exorbitant. Kurz vor Rastede kam dann wieder eine zweispurige Straße in Sicht und der Weg nach Varel ging dann auch sehr zügig.

In Varel fand ich sofort die EWE-Säule an der Niederlassung und hatte nun eine halbe Stunde Zeit mit dem Hund im Ort spazieren zu gehen. Leider wechselte das Wetter in stürmisch mit Regen und wieder etwas Sonne mit nur noch 11 Grad. Was soll, weiter zur Küste. Die letzten Kilometer am Deich längs bis zum großen Parkplatz in Schillig. Der Hund war schon ganz aufgeregt und durfte nun etwa anderthalb Stunden mit dem auflaufenden Wasser und vielen Hunden spielen. Als dann eine große Regenfront im Anmarsch war, gingen wir lieber wieder zum Auto.


Nun hatte ich noch ca. 100 Km im Tank. Der Rückweg über Oldenburg war mit 116 Km berechnet, also auf nach Bockhorn, aber mit der „schnellen“ Routenoption.

Im verschlafenen Bockhorn ist die EWE-Säule neben dem Rathaus. Das Wetter war wieder schön und ich konnte mir das kleine Örtchen ca. 40 Minuten mit dem Hund zusammen angucken. Zum Glück befindet sich neben der Säule ein Bäcker mit Bewirtung, der sogar offen hatte. Ein Kaffee zum Laden und wieder los in Richtung Heimat.

Der Rückweg ging wesentlich schneller und der Hund legte sich nach der Ankunft erst mal zufrieden ab, da er doch etwas schlapp geworden war.

Fazit:

Ein schöner kurzweiliger Ausflug, bei dem ich mir den Ladestopp in Varel hätte sparen können. Leider ist die Ladesituation direkt an der Küste suboptimal, aber dennoch mit dem E-Mobil bequem zu absolvieren (man sieht auch mal Gegenden, die man so nicht ansteuern würde). Als Gesamtstrecke kamen bei der Tour etwas mehr als 250 Km zusammen – für 0 Euro und einen Kaffee Kosten + 3 Euro Parken in Schillig (ohne Unterhaltskosten fürs E-Mobil) zusammen. Das finde ich immer wieder sehr erquickend.

Samstag, 21. Juni 2014

Neulich in der Post !

Herr oder Frau Renault hat mir geschrieben. Ich solle mir eine ZE-Werkstatt aussuchen und dort ein Update für den Zoe machen. Falls ich dieses Update nicht durchführen lasse, funktioniert möglicherweise die Ladung mit dem Notladekabel nicht. So weit so gut.

Eins zuerst, da ich zusehe, dass ich meist öffentlich lade, da kostenlos, habe ich zu Hause zur Zeit nur das oben beschriebene Notladekabel. Mit diesem Kabel hat der Zoe bis zum heutigen Tage einwandfrei geladen. Da man ja eigentlich ein laufendes System nicht unbedingt updaten sollte, befragte ich erst das große Orakel (Internet) nach dem weiteren Nutzen des Updates. Ergebnis – kein Ergebnis.

In den Foren, es gibt eigentlich nur eines, ist man grundsätzlich skeptisch bei Renault-Updates, da oft hinterher einige Sachen nicht mehr so richtig funktionierten, die vorher gar keine Probleme gemacht haben. Die Neuerungen hielten sich in Grenzen und einige haben versucht so ein Update wieder „zurückzuflashen“.

Zum aktuellen Update von Renault ist die Community sehr zurückhaltend, da dann vielleicht eine Ladung mit anderen nicht Renaultkabeln nicht mehr klappt.

Ich habe nur das Renaultkabel und wage das Update. Eine ZE- Werkstatt in der Nähe wird also von mir kontaktiert. Beim Anruf wurde ich allerdings schon etwas nervös. Eine freundliche Dame meldete sich und fragte nach meinen Wünschen. Ich gab an dass ich einen Zoe fahre und ein Update in der Werkstatt machen solle. Bis hier hin war alles OK.

Als Reaktion kam die Frage von der Dame, ob den ein Zoe ein Renault sei. Nach kurzer Denkpause meinerseits erwiderte ich, dass es dieses Elektroding sei. Nun hatte es klick bei ihr gemacht. Sie fand in ihrem Computer die erforderliche Aktionsnummer und ein Termin wurde ausgemacht. Da es wohl schnell gehen soll, könne ich vor Ort warten. Prima!
Ca. 10 Minuten später rief die Dame nochmals zurück und teilte mir mit, dass man bei den neuen Fahrzeugen nie weiß ob es wirklich so schnell ginge, so dass sie mir kostenfrei einen Werkstattwagen für den Tag zur Verfügung stelle.

Am vereinbarten Termin erschien ich in der Werkstatt. Das Klemmbrett mit meinen Unterlagen lag schon auf dem Tisch, ein Ersatzwagenschlüssel auch. Kurze Übergabe und ich konnte mit einem relativ neuen Twingo das Gelände verlassen.

Nun aber wieder „schnell“ nach Hause getuckert. Und das meine ich wörtlich. Nichts gegen einen halbwegs modernen Kleinwagen, aber der Rückschritt zu einem Verbrenner ist für mich, nach der kurzen Eingewöhnungszeit mit dem Zoe, immer wieder faszinierend. Ständig muss im Getriebe rumgerührt werden, um auf Geschwindigkeit zu kommen, begleitet mit einer famosen Geräuschkulisse. Ist etwa das gleiche Erlebnis „fahren“ wie mit dem „Frosch“ aus dem vorigen Post.
Nun ja, zu Hause habe ich mir erst mal einen Kaffee bereitet und die Zeitung gelesen. Dann, ca. 30 Minuten später, ein Anruf der Werkstatt, dass der Zoe abholbereit sei. Also wieder in den Twingo und los, so gut es mit ihm halt geht. Diesmal wählte ich eine Strecke mit etwas Autobahn, da hier ja etwas Schaltarbeit wegfällt. Was soll ich sagen, das Radio, welches nicht sonderlich gut klang, braucht man bei diesem Wagen auf der Autobahn gar nicht. Auch eine Unterhaltung wird ab 100 Km/h wohl eine anstrengende Sache. Ich war froh wieder beim Händler zu sein. Die Schlüssel wurden wieder ausgetauscht und mir eine gute Heimfahrt gewünscht. Das mit dem Update soll geklappt haben.

Eine Veränderung habe ich bis jetzt allerdings nicht gemerkt. Nur die Fahrt nach Hause war um Welten besser, als im Twingo-Fossil. Ich musste einige Einstellungen wieder herstellen und konnte auch so laden wie vor dem Update.

Fazit:

Wenn man im Autohaus mal Stromer als Werkstattwagen einsetzen würde, könnte ich mir vorstellen, dass einige Benutzer sicherlich erstaunt sein werden, wie gut sich so ein Stromkleinwagen durch die Gegend bewegen lässt. Vielleicht ist dann der nächste Zweitwagen nicht unbedingt ein Twingo oder Clio, falls das von Renault oder anderen Herstellern überhaupt gewünscht ist. Aufgrund meiner Erfahrung würde ich mir freiwillig keinen untermotorisierten Kleinwagen auf den Hof stellen, auch wenn ich zur Zeit noch des öfteren nachladen muss.